Archiv für März 2011

Neue Benchmarktests

Heute habe ich meinen Benchmarkparcours um die Disziplinen „Mozilla Hardware Acceleration Stress Test“ (kurz HWACCEL), FishIE und HTML5-Test erweitert. Chrome-Fanboys (wie ich es einer bin) werden mich wohl dafür hängen ausgerechnet zwei Disziplinen einzupflegen in denen IE und FF4 das bestmögliche Ergebnis einfahren und Chrome damit hinter sich lassen könnten, doch ich möchte einen Parcour haben in denen alle Browser die Möglichkeit haben ihre Stärken zu präsentieren und ein homogenes Gesamtergebnis zu erzeugen. Leider rutscht der Safari hier immer weiter in Gefilde in denen einst der IE8 beheimatet war. Für Safarifans bleibt zu hoffen, dass Apple hierbei mal etwas in die Pötte kommt (oder es mehr Benchmarks gibt in denen Safari sich gut schlägt 😉 ). Opera muss bei ersteren Tests ordentlich Feder lassen. Hier macht sich die fehlende Hardwarebeschleunigung bemerkbar. Chrome hingegen schlägt sich zwar recht wacker, aber auch nur mit aktivierter 2D-Hardwarebeschleunigung unter about:flags, was allerdings zu „verwaschenen“ Schriften auf Seiten mit dynamischen Inhalten führt. Den HTML5-Test führt Chrome an, aber auch die anderen liegen relativ dicht auf.

Darüber hinaus habe ich nun doch noch die 64Bit-Variante des Internet Explorer 9 in die Benchmarktabelle aufgenommen und auch mit den neuen Tests gebencht, sowie auch in die Rankingliste aufgenommen. Erwartungsgemäß liegt dieser hier auf dem letzten Platz. Für Safari peinlicherweise allerdings nur sehr knapp. Leider läuft der JSBenchmark von Celtic Kane immer noch nicht, daher gibt es immer noch keine Ergebnisse für den neuen Firefox. Ich bitte um Geduld.

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Firefox 4

Endlich ist es soweit. Firefox 4 ist gestern offiziell erschienen, darauf warten Firefoxfans schon sehr lange und ich muss sagen das Warten hat sich definitiv gelohnt. Firefox ist nun deutlich schlanker und schneller, als 3.6. Der Sunspidertest wird nun knapp 70% schneller gelöst, im V8 Benchmark erreicht FF4 die 7,4fache Punktzahl und damit Platz 2 in diesem Test. Ebenfalls Platz 2 sichert man sich im Webvizbench mit 4170 Punkten und 11,3 FPS. Platz 1 gibt es sogar in dem mozillaeigenen Krakenbenchmark – eine Steigerung von 65%. 70% Steigerung gibt es sogar beim Peacekeeper. Alles in allem in jeder Disziplin ehrfürchtig schnell. Leider konnte ich bislang noch keinen Benchmark mit Celtic Kane durchführen, da die Seite wohl ein Serverproblem hat. Die Ergebnisse werden aber baldmöglichst nachgereicht.

Im Ranking stürmt Firefox damit vom letzten Platz auf den 3. vor und lässt Opera und Safari hinter sich. Falls im Celtic Kane eine Punktzahl von 631 oder mehr erreicht wird, würde Firefox auch noch an IE9 vorbei ziehen. Ich bin gespannt.

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Herzlich Willkommen!

Herzlich Willkommen auf Halbprofessionelle Browserbenchmarks

Dieser Blog wurde extra von mir eingerichtet, da diese Thematik auf meinem privaten Blog erheblichen Zuspruch fand. Leider kann ich im privaten Blog nicht alles verwirklichen, da z. B. das Theme sehr schmal ist (und ich auch nicht ändern möchte) und somit nur höchsten 5 Browser von mir gebenchmarkt werden können oder keinerlei zusätzliche Informationen unterbringen kann. Andernfalls sieht die Tabelle wirklich sehr gequetscht aus (kein schöner Anblick). Ich möchte mich hier im neuen Blog der Thematik Browserbenchmarks und Browser im Allgemeinen viel stärker widmen. Neben den fünf großen auf dem Markt möchte ich auch gerne kleinere, alternative Browser antesten und ggf. benchmarken. Vielleicht finde ich ja bald einen, der das Potential hat sich zu den großen einzureihen.

Was soll das überhaupt werden?

Wer meine Browserbenchmarks noch nicht kennt, dem verleihe ich gerne ein paar erklärende Worte: Browserbenchmarks dienen in erster Linie dazu die Geschwindigkeit des Browsers beim Absolvieren verschiedener Aufgaben zu messen. Meistens geht es darum die Geschwindigkeit der JavaScript-Engine zu testen. Aber auch die Geschwindigkeit von neuen Technologien wie HTML5 stehen immer häufiger im Vordergrund. Die Geschwindigkeit eines Browsers, bzw. dessen JavaScript-Engine ist eines der wichtigsten Merkmale mit denen Browserentwickler für ihr Produkt werben. Hierbei bedienen sie sich vieler Tricks um behaupten zu können, ihr Browser sei schneller. Zum Beispiel entwerfen die Entwickler eigene Benchmarks mit denen ihre Browser natürlich am Besten klar kommen, bzw. geben an Fremdentwickler den Auftrag einen solchen zu entwickeln um dann behaupten zu können, sie hätten den schnellsten. Um wirklich eine fundierte Aussage treffen zu können, welcher denn nun wirklich der schnellste ist muss man verschiedene Benchmarks wählen und sie auf einem System unter gleichen Bedingungen zu testen. Solche Messungen führe ich auf meinem Rechner bei jedem Finalrelease einer neuen Browserversion durch und stelle die Ergebnisse hier vor, einerseits in Textform im dann neuen Artikel und andererseits in meiner Benchmarktabelle in übersichtlicher Form.

Welche Browser werden gebenchmarkt

Ich benchmarke in erster Linie die großen Fünf. Das sind Internet Explorer, Chrome, Opera, Safari und Firefox. Wie im vorigen Absatz schon erwähnt teste ich nur finale Versionen. Einige Entwickler schaffen es regelmäßigen Betaversionen (=unfertige Versionen im Teststadium) zu veröffentlichen. Würde ich jeder Betaversion hinterherrennen, hätte ich kein Privatleben mehr. Außerdem teste ich die Browser für das Volk, nicht für die Entwickler. Der gemeine Otto-Normal-Anwender hat in der Regel eine finale Version seines liebsten Browser (oder was er dafür hält) auf seinem Rechner. Darüber hinaus würden meiner Ansicht nach zu viele Betaversionen in meiner Tabelle das Gesamtbild unstimmig und unübersichtlich machen. Ich erkläre mich auch gerne bereit, Alternativbrowser zu benchen. Dazu werde ich mich in nächster Zeit schlau machen, welche Browser dafür in Frage kommen, bzw. welche Mindestvoraussetzungen erfüllt sein müssen um Einlass in meine Benchmarktabellen zu finden.

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Internet Explorer 9

Die folgenden Zeilen sind veraltet und beruhen auf einem Irrtum. Weiter unten werden die Aussagen zum größten Teil relativiert. Ich lass das bloß so stehen, weil ich zu meinen Fehlern stehe. Also bitte vollständig lesen und erst zum Schluss einen Eindruck gewinnen.

Seite heute morgen gibt es endlich die neue Version des Internet Explorer. Gerade eben habe ich ihn durch mein Benchmarkparcours gejagt und ich muss sagen die Ergebnisse sind mehr als enttäuschend. Den Versprechungen von Microsoft Glauben schenkend, dachte ich mich erwartet ein wirklich schneller Browser. Naja gegenüber der Version 8 ist er tatsächlich schneller, beim V8 Benchmark sogar um das 19fache, jedoch im Vergleich mit anderen Browsern erschreckend langsam. IE9 stößt teilweise nichtmal in Firefoxgefilde vor, die Ende des Monats mit Version 4 aufwarten und dem IE9 dann wieder davonzischen werden. Vermute ich zumindest.

Das zufriedenstellenste Ergebnis ist der Acidtest mit nun 95 von 100 Punkten (im Vergleich zu 20 beim IE8). Der Krakenbenchmark ist nun endlich absturzfrei durchführbar und auch sonst sind die Ergebnisse nun annährend in mit anderen Browsern vergleichbaren Regionen. Mit dem IE9 habe ich nun allerdings auch einen neuen Benchmark mit eingeführt. Der Webvizbench ist ein HTML5-Benchmark und wurde von Microsoft in Auftrag gegeben, bzw. die Entwickler haben ihn auf IE9 abgestimmt (Die Entwickler machen auch keinen Hehl daraus). Wie zu erwarten – alles andere hätte mich auch erschreckt – führt der IE9 hier klar das Feld an.

Da nun auch der Internet Explorer alle Tests durchführen kann und ich nun endlich wirklich vergleichbare Ergebnisse habe, habe ich auf der Benchmarkseite ein Ranking eingeführt. So lässt sich nun einfacher abschätzen, welcher Browser der schnellere ist.

Wichtiger Nachtrag: Der oben stehende Text bezieht sich ausschließlich auf die 64-Bit-Variante des IE9, die ich fälschlicherweise verwendet habe. Diese Version verfügt nicht über die neue Javascriptengine „Chakra“ und liefert somit deutlich langsamere Ergebnisse. Chakra wurde lediglich für die 32-Bit-Variante kompiliert. Meine Benchmarktabelle habe ich dahingehend korrigiert.

Somit steht der IE9 doch besser da als zunächst angenommen und er erfüllt die Erwartungen. Im Speedbattle überholt IE9 Chrome und Opera und reiht sich knapp hinter Firefox ein. Im Sunspidertest erlangt man gar aus dem Stand heraus die Krone und zieht an Opera vorbei. Den V8-Benchmark bewältigt MS dagegen ziemlich schlecht, nur 30% der Leistung eines Google Chrome, aber immer noch besser als Safari und Firefox. Beim Peacekeeper bildet der IE weiterhin das Schlusslicht, mittlerweile aber mit respektablen 4560 Punkten.

Den neuen Webvizbench konnte die 32-Bit-Version nochmal ein Sahnetüpfelchen oben drauf setzen. Somit ist hier ganz deutlich klar, wer hier die Nase vorn hat. Wen wundert das auch? ;). Der Krakenbenchmark wird mit 12198,6ms nun deutlich schneller gemeistert.

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Chrome 10 – Extreme Speed

Seite heute gibt es Chrome 10. Wie bereits angekündigt, soll sich mit dieser Version die Geschwindigkeit dank Crankshaft deutlich anheben. Meine Benchmarks machen das auch sehr deutlich, zumindest teilweise. Beim Celtic Kane steigert sich Chrome 10 immerhin um stolze 13,5% gegenüber Version 9. Den Krakenbenchmark absolviert Version 10 sogar um 49,6% und raubt damit Opera die Krakenkrone und zwar ziemlich deutlich. Den größten Geschwindigkeitsschub zeigt Chrome beim hauseigenen V8 Benchmark: Satte 89,3%ige Steigerung sind zu erfahren. Damit liegt erstmals ein Browser bei über 10.000 Punkten. Das beste Zwischenergebnis hatte ich sogar mit 11.079 Punkten.

Aber es ist nicht alles Gold was glänzt. Konnte Chrome mit Version 9 fast Opera im SunSpidertest schlagen, so fällt Version 10 um 20,8% in Safarigefilde zurück. Auch der SpeedBattle ist kein Chromeheim. Ohnehin schon Vorletzter vor dem IE8 fällt Chrome jetzt nochmal um 19,7% zurück.

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